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Die Kühe von Morgen beginnen im Kälberstall

Familie Krenn zeigt, wie moderne Kälberaufzucht gelingt ​

Gesunde Kühe beginnen als gesunde Kälber. Dieser Grundsatz prägt den Milchviehbetrieb von Thomas und Sieglinde Krenn in Maria Neustift. Mit viel Leidenschaft, modernen Technologien und einem klaren Blick auf das Tierwohl investieren sie dort, wo die Zukunft ihrer Herde beginnt – bei den jüngsten Tieren. 

Vom Zimmermann zum innovativen Milchviehhalter

Der Weg von Thomas Krenn in die Landwirtschaft verlief alles andere als geradlinig. Nach der Landwirtschaftsschule arbeitete er viele Jahre als Zimmermann und verbrachte anschließend zwei Jahre in China, wo er beim Aufbau eines Logistikzentrums mitwirkte. Diese Zeit hat seinen Blick auf das Leben nachhaltig verändert.

Heute schätzt er vor allem die Freiheit, seinen eigenen Betrieb führen zu können. Gemeinsam mit seiner Frau Sieglinde übernahm er 2010 den elterlichen Hof mit 15 Milchkühen und einem älteren Gebäudebestand. Schnell war klar: Um den Betrieb im Vollerwerb erfolgreich führen zu können, musste er Schritt für Schritt weiterentwickelt werden.

Schrittweise wachsen statt überstürzt investieren ​

Anstatt sofort groß zu bauen, entschieden sich die Krenns bewusst für eine kontinuierliche Entwicklung ihres Betriebs. Zunächst wurden bestehende Gebäude modernisiert und erweitert. Erst einige Jahre später entstand ein neuer Laufstall für 75 Milchkühe mit automatischem Melksystem.

Diese Vorgehensweise war für die Familie genau richtig. Jede Investition konnte in Ruhe geplant werden und der Betrieb wuchs mit den Erfahrungen seiner Betriebsleiter.

Die Kälber sind die Kühe von morgen ​

Besonders am Herzen liegt der Familie die Aufzucht ihrer Kälber. Da keine Tiere zugekauft werden, stammt jede zukünftige Milchkuh aus der eigenen Nachzucht.

Für Thomas und Sieglinde Krenn beginnt erfolgreiches Herdenmanagement deshalb bereits in den ersten Lebenstagen eines Kalbes. Eine optimale Versorgung in dieser Phase beeinflusst Gesundheit, Entwicklung und Leistungsfähigkeit der Tiere langfristig.

Moderne Kälberfütterung mit System

Im modernen Kälberstall leben die Tiere in Gruppen und können selbst entscheiden, wann und wie viel Milch sie trinken möchten. Zwei automatische Kälbertränkeautomaten stellen jederzeit frische, körperwarme Milch bereit. Dadurch orientiert sich die Fütterung stärker am natürlichen Trinkverhalten.

Die Vorteile zeigen sich deutlich:

  • kleinere, häufigere Mahlzeiten fördern die Verdauung,
  • gleichmäßige Milchtemperaturen sorgen für eine hohe Akzeptanz,
  • die Tiere entwickeln sich ruhiger und gleichmäßiger,
  • Auffälligkeiten beim Trinkverhalten werden früh erkannt.

Gerade die kontinuierliche Überwachung ermöglicht es, gesundheitliche Probleme bereits in einem sehr frühen Stadium zu erkennen.

Mehr Zeit für das Wesentliche

Automatisierung bedeutet auf dem Betrieb Krenn nicht weniger Aufmerksamkeit für die Tiere – sondern mehr.

Da viele Routinearbeiten übernommen werden, bleibt mehr Zeit für die tägliche Tierbeobachtung. Die Landwirte können sich intensiver mit jedem einzelnen Kalb beschäftigen und Veränderungen schneller wahrnehmen.

Besonders deutlich wurde dieser Vorteil, als Thomas Krenn nach einem Bandscheibenvorfall körperlich eingeschränkt war. Dank der automatisierten Kälberfütterung und der Gruppenhaltung konnte seine Frau den Arbeitsalltag dennoch gut bewältigen.

Tiergesundheit beginnt am ersten Lebenstag ​

Die ersten Wochen eines Kalbes haben entscheidenden Einfluss auf seine spätere Entwicklung. Deshalb setzt die Familie auf optimale Haltungsbedingungen, hochwertige Vollmilch sowie eine stressarme Gruppenhaltung.

Schon nach wenigen Tagen beginnen die Kälber miteinander zu spielen, Heu aufzunehmen und ihr natürliches Sozialverhalten zu entwickeln. Diese frühe Förderung schafft beste Voraussetzungen für gesunde und leistungsfähige Milchkühe.

Weniger Probleme durch gesunde Kälber

Für die Familie Krenn zahlt sich diese Philosophie jeden Tag aus. Gesunde Kälber verursachen deutlich weniger Arbeitsaufwand als kranke Tiere. Gleichzeitig bilden sie die Grundlage für eine leistungsfähige und langlebige Herde.

Oder wie Sieglinde Krenn es treffend zusammenfasst:

„35 gesunde Kälber machen nicht viel Arbeit. Ein einziges krankes aber schon.“

Fazit von Familie Krenn

Der Betrieb von Thomas und Sieglinde Krenn zeigt eindrucksvoll, dass moderne Technik und Tierwohl kein Widerspruch sind. Automatische Kälberfütterung, durchdachtes Herdenmanagement und die konsequente Investition in die Jungtiere schaffen beste Voraussetzungen für gesunde Kühe und einen wirtschaftlich erfolgreichen Milchviehbetrieb.

Wer in die Kälber investiert, investiert in die Zukunft seines gesamten Betriebs – denn jede leistungsstarke Milchkuh beginnt als gesundes Kalb.


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Thomas Hirtenlehner

Vertriebsexperte automatisierte Kälberfütterung

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