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Bimodalitäten vermeiden durch die richtige Zitzenstimulation

Bürstenoptimierung beim Lely Astronaut A5
2. Februar 2026 durch
Bimodalitäten vermeiden durch die richtige Zitzenstimulation
Pickl Lisa

Ein reibungsloser Melkprozess ohne Bimodalitäten maßgeblich entscheidend für eine gute Milchleistung, Melkdauer und eine gute Eutergesundheit. Studien zeigen: Eine unzureichende Vorbereitung des Euters vor dem Melken kann Kühe täglich bis zu 9 kg Milchleistung kosten.

Doch warum ist das so und wie kann moderne Technik dabei helfen, dieses Potenzial besser auszuschöpfen?

Was passiert bei schlechtem Anrüsten?

Nur rund 20 % der Milch befinden sich vor dem Melken in der Zisterne des Euters. Die restlichen 80 % liegen in den Alveolen und werden erst durch die Ausschüttung des Hormons Oxytocin freigesetzt. Diese Hormonfreisetzung erfolgt durch eine gute Mechanische Stimulation der Zitzen. Fehlt diese Stimulation oder ist sie zu kurz, entsteht häufig eine sogenannte Bimodalität:

Bimodalität ist ein kurzfristiger Einbruch des Milchflusses direkt nach Melkbeginn.

Die Folgen:

  • geringere Milchleistung
  • längere Melkzeiten (im Schnitt +1 Minute)
  • höheres Risiko für unvollständiges Ausmelken
  • stärkere Belastung der Zitzen

In einer Analyse von über 61.000 Melkvorgängen sank die Milchleistung bei dauerhaft auftretender Bimodalität um bis zu 9 kg pro Kuh und Tag.

Bimodalität ist kein Einzelfall

Bimodalität tritt in der Praxis häufiger auf, als viele vermuten:

  • 21–24 % der Holstein-Kühe
  • 24–26 % der Fleckvieh-Kühe
  • 15–17 % der Braunvieh-Kühe

zeigen dieses Muster regelmäßig.

Auch auf Lely-Betrieben ist das Thema präsent: Im Durchschnitt erreichen etwa 73 % der Kühe die gewünschte niedrige Bimodalitätsstufe – bei Top-Betrieben sind es über 90 %, bei schwächeren Betrieben nur rund 53 %.

Die Lösung: Die intelligente Bürstenoptimierung (PTO) beim A5/A5Next

Mit der Pre-treatment Optimization (PTO) bietet Lely eine automatische Optimierung der Vorbehandlung im Lely Astronaut A5 und A5Next.

Die Software analysiert Milchflusskurven jeder Kuh und passt die Stimulation dynamisch an – statt einer starren Einstellung für die gesamte Herde.

Was bringt die PTO in der Praxis?

Auswertungen von über 100 Betrieben zeigen:

  • Vor Aktivierung hatten nur 53 Betriebe mehr als 75 % ihrer Kühe in der gewünschten Kategorie
  • Einen Monat nach Aktivierung waren es fast alle Betriebe
  • Der Anteil der Betriebe mit über 90 % optimal eingestellter Kühe stieg von 15 auf 67

Das sagen unsere KundInnen aus der Praxis:

„Der Melkprozess läuft deutlich ruhiger und gleichmäßiger.“

„Meine Kühe erhalten die bestmögliche Behandlung beim Melken.“

„Eine der spannendsten Neuerungen seit Jahren.“

Wichtig: Technik ersetzt keine gute Fachpraxis

Auch PTO wirkt nur dann optimal, wenn die Grundvoraussetzungen stimmen:

  • korrekt eingestellte Bürstenhöhe & Roboterarm
  • rechtzeitiger Bürstenwechsel
  • passende Melkzulassung
  • stabile Internetverbindung
  • ausreichende freie Roboterkapazität

PTO kann Bimodalitäten reduzieren, aber nicht vollständig verhindern – Faktoren wie Stress, Laktationsstadium oder Euterfüllung spielen weiterhin eine Rolle.

Fazit

Die richtige Euterstimulation ist ein unterschätzter Erfolgsfaktor im modernen Melkmanagement. Schon kleine Optimierungen können mehrere Kilogramm Milch pro Kuh und Tag sichern die Melkdauer verkürzen und das Tierwohl und  die Eutergesundheit verbessern

Mit Funktionen wie der Bürstenoptimierung im Lely Astronaut lässt sich dieses Potenzial heute gezielt und automatisiert nutzen – individuell für jede Kuh.